Sonntag, 31. März 2013

Tasmanien - MONA

Kunst am Ende der Welt

Das neue MONA Museum of Old and New Art in Tasmanien liegt am Ende der Welt, ist aber trotzdem einen Besuch wert - sollten Sie doch mal in der Gegend sein.
Tasmanien - Australiens kleines, feines Anhängsel - ist an sich schon einen Besuch wert. Jetzt dürfte die Insel am anderen Ende der Welt nicht nur Naturliebhaber verzücken, sondern auch anspruchsvolle Kunstliebhaber. Denn Anfang des Jahres öffnete dort - eine Viertelstunde von der Inselhauptstadt Hobart entfernt und doch scheinbar "in the Middle of Nowhere" - ein Kunstmuseum vom Feinsten: das MONA, kurz für Museum of Old and New Art, das die Sunday Times begeistert als "aufregendsten Neuzugang zur Kulturlandschaft Australiens seit der Oper von Sydney" bezeichnete.

Einzigartiges Besuchserlebnis

Direkt am Meer wurde es auf und 17 Meter tief in eine Million Jahre altes Sandsteingebilde gebaut. Das bedeutet: Die drei Ausstellungsebenen mit einer Fläche von insgesamt 6.000 Quadratmetern sind allesamt unterirdisch. Neben der Architektur und der häufig in Schwarz gehaltenen Innenraumgestaltung sorgt auch der gezielte Einsatz von Kunstlicht für ein wirklich einzigartiges Besuchserlebnis. Insgesamt rund 2.200 Kunstwerke mit einem Gesamtwert von etwa 70 Millionen Euro sind hier momentan zu sehen, viele stammen von zeitgenössischen britischen Künstlern.

So lautet ein Bericht über das für mich interessanteste und kurzweiligste Museum der Welt, das ich bisher gesehen habe, im Lifstyle-Magazin für Frauen "FEM - Frauen können immer" :-))))
Normalerweise bin ich nach etwa 1 1/2 bis 2 Stunden Wanderung durch ein Museum k.o., aber hier fragte ich nach drei Stunden: "Was gibt es noch zu entdecken? Was habe ich noch nicht gesehen?"
Der Versuch, euch ein paar Eindrücke dieses Museums per Bilder zu vermitteln, wird vermutlich scheitern, aber vielleicht könnt ihr erahnen, wie interessant es ist, im MONA auf Entdeckungsreise zu gehen.




Aus diesen kleinen Bildern....




 ....




 ...wir eine 18m lange "Schlange"




 In diesen Kopf konnte man hereinschauen und sich das Spektakel, das sekündlich in unserem Gehirn stattfindet, anschauen...
:-))



 Diese Bank könnte man doch mal selber konstruieren...




Wörter entstehen nur mit Hilfe von Wassertropfen und Licht....








 Sehr passend :-)))



 
Eine etwas......



...makabere Tapete...




Zog man diese Schubladen auf, so murmelten Stimme in den unterschiedlichsten Stimmlagen und Betonungen "I love you" und da dies mehrere Menschen gleichzeitig taten, war man in diesem Raum in einem breiten Liebesgemurmel ausgesetzt...



Seifenschaum aus Mülltonnen....



 Ein im wahrsten Sinne des Wortes "dicker fetter aufgeplusterter Ferrari" (oder Porsche..???)


















Fantastisch!!!



Und: Happy

Samstag, 30. März 2013

Tasmanien - Port Arthur

 Der letzte Tag unserer Sechstagestour führte unsere Gruppe nach Port Arthur, dessen Geschichte ich sehr interessant und sehr schwer vorstellbar finde. Befindet man sich an diesem Ort, kann man sich kaum vorstellen, wie schrecklich und grausam die Umstände für die Inhaftierten des Gefängnisses gewesen sein müssen. Zudem gab es 1996 ein grausames Massaker. Am 28. April 1996 tötete der damals 29-jährige Martin Bryant insgesamt 35 Menschen und verwundete weitere 37. Allein 20 Menschen starben innerhalb weniger Minuten im Café von Port Arthur, das während der Mittagszeit gut besucht war. Das Café wurde in der Folge abgerissen. Stattdessen steht dort eine Gedenkstätte für die Opfer des Tages. Die Ereignisse führten in Australien zu einer intensiven Diskussion und schließlich einem Verbot automatischer Waffen.
Wir wurden eindringlich dazu angehalten, niemanden der Einheimischen nach dem Massaker zu fragen. SEHR bedrückender Tag!!
Wen es interessiert, ich habe euch die Geschichte, die Umstände und anderes Wissenswertes über Port Arthurs Geschichte von Wikipedia kopiert:



Port Arthur ist ein ehemaliges Gefängnis in der Sträflingskolonie Australien im australischen Bundesstaat Tasmanien und heute eine der bedeutendsten Touristenattraktionen der Insel. Angrenzend befindet sich der Ort Port Arthur mit etwa 500 Einwohnern. Bekannt ist Port Arthur unter anderem durch den Roman Lebenslänglich von Markus Clarke sowie das Massaker von Port Arthur, bei dem im Jahr 1996 35 Menschen getötet wurden.
Seit August 2010 ist Port Arthur in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.
Ursprünglich befand sich an der Stelle von Port Arthur seit 1830 eine Holzfällersiedlung. Von 1833 bis in die 1850er Jahre war es der Ort an den Großbritannien diejenigen Sträflinge mit den höchsten Strafen schickte. Außerdem wurden aufsässige Häftlinge anderer Gefängnisse hierher entsandt. Port Arthur ist eines der besten Beispiele für ein Gefängnis nach dem Panoptikum-Modell basierend auf dem Pentonville-Gefängnis in London. Hier zeigt sich der Übergang von einer physischen zur psychischen Bestrafung. Es hatte sich die Meinung entwickelt, dass die körperliche Bestrafung, die bisher in anderen Gefängnissen praktiziert wurde, die Sträflinge nur verhärte und keinesfalls in gewünschter Weise von ihrem Weg abbringe. Dies führte in Port Arthur zum Bau des Modell Prison, in welchem ein System der stillen Strafe praktiziert wurde. Zu jeder Zeit hatte absolute Ruhe zu herrschen. Die Häftlinge mussten teilweise Kapuzen tragen. Sowohl Insassen als auch Wärtern war das Sprechen über das notwendige Maß hinaus verboten. Sogar beim obligatorischen Kirchbesuch wurden die Häftlinge einzeln in die Kapelle geführt, in der sich Kabinen befanden, die den Blick- und Körperkontakt mit anderen Insassen unterbanden. Die Ruhe sollte den Gefangenen die Möglichkeit geben, über ihre Taten nachzudenken und diese zu bereuen. Obwohl die Unterbringung der Gefangenen und ihre Arbeitsbedingungen mit denen anderer Gefängnisse der Zeit vergleichbar und in vielerlei Hinsicht sogar schlimmer war, diente Port Arthur einige Zeit als Modell für die Reform des britischen Strafsystems. Port Arthur war eines der sichersten Gefängnisse seiner Zeit. Hierfür sorgte nicht zuletzt die natürliche Lage der Halbinsel. Sie ist von der Tasmansee umschlossen und nur über eine sehr schmale Landbrücke mit dem Festland verbunden. Über die Breite dieser Landbrücke wurde ein Zaun gezogen. Außerdem wurden Hunde an Pflöcken angebunden, wodurch ein Entkommen der Häftlinge unmöglich gemacht werden sollte. Ein Kontakt zwischen der Besatzung ankommender Schiffe und den Insassen wurde unterbunden. Bei der Ankunft mussten die Schiffe außerdem ihre Segel und Ruder abgeben. Vergleichbar mit dem viel späteren Alcatraz in San Francisco wurde den Häftlingen schon bei der Ankunft vermittelt, dass eine Flucht unmöglich sei. Einige Insassen wurden dadurch dennoch nicht von Fluchtversuchen abgehalten. Aufgrund der absurden Umstände ist der Fluchtversuch von Billy Hunt wahrscheinlich der berüchtigtste. Hunt verkleidete sich selbst als Känguru und versuchte die Flucht über Eaglehawk Neck. Die Verkleidung war so gut, dass die hungrigen Wachen versuchten das vermeintliche Känguru zu schießen, woraufhin sich Hunt ergab.
Obwohl das Gefängnis den Beginn eines neuen Zeitalters im Umgang mit Gefangenen markiert, waren die Bedingungen für die Insassen genauso rau und grausam wie an anderen Orten. Teilweise wird auch die Ansicht vertreten, die psychologische Bestrafung der Gefangenen, verbunden mit der Gewissheit, dass eine Flucht unmöglich ist, war schlimmer als körperliche Bestrafung. Einige Sträflinge sollen getötet haben, um dem Leben in Port Arthur und sei es durch den eigenen Tod zu entkommen. Eine Beschreibung der Verhältnisse kann dem Roman Lebenslänglich von Marcus Clarke entnommen werden. Auf der nahe gelegenen Toteninsel (Isle of the Dead) wurden sowohl Insassen als auch Personal begraben, wenn sie in Port Arthur starben. Nach den Aufzeichnungen gibt es dort 1646 Gräber, von denen jedoch nur die der 180 Gestorbenen des Personals einen Grabstein haben. Die Verschiffung von Häftlingen nach Port Arthur endete in den 1850ern. Endgültig schloss das Gefängnis erst im Jahr 1877.

Jugendgefängnis

Nach Port Arthur wurden auch viele Jugendliche, teilweise auch bis zu neunjährige Kinder für Straftaten wie das Stehlen von Spielzeug entsandt. Genau wie die Erwachsenen Insassen mussten die Jugendlichen während ihres Aufenthalts in Port Arthur arbeiten. Dazu gehörte die Arbeit im Steinbruch oder der Bau von Gebäuden. Eines der erbauten Gebäude war die erste konfessionsübergreifende Kirche Australiens, die in gotischem Stil erbaut wurde und bei den Buschfeuern der Jahre 1895 und 1897 abbrannte.

Unsere Reiseleitung sprach sogar von einem Vierjährigen, der hier inhaftiert wurde!!! Was hat Obelix noch mal über die Briten gesagt....?!!!!





 















 Es war ziemlich eng in dieser Zelle!!! Ich hätte nicht eine Stunde hier ausgehalten......
















 Aber ne nette Aussicht haben se...








 Insgesamt ein sehr bedrückender Tag....



 ...ein wenig konnten die beeindruckende Küstenlinie ablenken...



 ...sowie Tasmans Arch




...und Devils Kitchen...

Auf bald mit wieder erquickenderen Stories meiner Reise!
 




Mittwoch, 27. März 2013

Tasmanien - Wildlife Park

Ein weiteres Highlight des Tages nach der Wineglass Bay war der Besuch im Bonorong Wildlife Sanctuar. Hier konnte ich dann ENDLICH den langersehnten Tasmanischen Teufel sehen.
Der Beutelteufel (Sarcophilus harrisii), auch Tasmanischer Teufel genannt, ist eine Tierart aus der Familie der Raubbeutler und deren größter lebender Vertreter. Er ist heute nur noch in Tasmanien zu finden, auf dem australischen Festland ist er wahrscheinlich schon im 14. Jahrhundert ausgestorben. Zum vermeintlichen Schutz des Viehbestands wurde er in Tasmanien bis in die 1930er Jahre intensiv bejagt. Seit der Beutelteufel 1941 unter Schutz gestellt worden ist, hat sich der Bestand erholt. Allerdings ist die Art seit den späten 1990er Jahren durch die Krankheit Devil Facial Tumour Disease (DFTD) bedroht.
Seinen Namen erhielt der Beutelteufel wegen seines schwarzen Felles, seiner Ohren, die sich bei Aufregung rot färben, seines besonders bei Erregung sehr unangenehmen Körpergeruches, seines lauten Kreischens, das über sehr weite Entfernungen noch zu hören ist und seines aggressiven und neugierigen Verhaltens gegenüber einer geschlagenen Beute und überhaupt allem, was ihm begegnet.

 
Der wohl bekannteste Tasman Devil - TAZ.
Ich kenne ihn allerdings nicht, aber das will ja nix heißen :-))))


Und nun darf ich ihn in Natura sehen - nicht in der Wildnis, aber immerhin....




Dieser kleine Teufel wartet auf das, was er am liebsten mag - Fressen....



So friedlich, wie das aussieht, ging es nicht zu! Tasmanische Teufel sind nicht sehr sozial eingestellte Lebewesen...



...obwohl sie so ruhend doch ganz puschelig aussehen....



Was der Tasmanische Teufel einmal zwischen seinen Zähnen hat, gibt er nicht mehr so schnell her....



...ähnlich unserem Pitbull. Die Beißkraft eines Tasmanischen Teufels ist allerdings sechsmal so hoch!!!!
Unvorstellbar - unsere Pitbulls sind an der Leine und tragen einen Maulkorb, die Devils laufen frei in der Natur herum - irgendwer macht etwas falsch.....














ICH finde sie trotzdem seeeehr süß....
:-)))



Aber dieser Vertreter ist auch sehr puschelig!!! Also der, der getragen wird.....



Der Koala, auch Aschgrauer Beutelbär genannt, ist ein baumbewohnender Beutelsäuger in Australien. Er wurde von dem Zoologen Georg August Goldfuß im Jahre 1817 beschrieben. Der Koala ist neben dem Känguru das am weitesten verbreitete Symbol Australiens. Koalas sind Baumbewohner und überwiegend nachtaktiv. Sie halten sich nur ungern am Boden auf und bewegen sich dann auf allen vieren vorwärts. Um Energie zu sparen, schlafen sie bis zu 20 Stunden am Tag und damit noch länger als die Faultiere, die (zumindest in Gefangenschaft) etwa 16 Stunden täglich schlafen.




:-)))))))))))))))
Diese Tierchen sind nicht wegen angeblicher Trunkenheit durch den Verzehr der Eukalyptusblätter immer so müde und sehen recht stoned aus, sondern durch den niedrigen Stoffwechsel und der geringen Nahrhaftigkeit benötigen sie einfach mehr Schlaf....



Und ich durfte ihn streicheln!!!!!!!!!!!



Der Tawny Frogmouth!
Eulenschwalm...





Dieses witzige Tierchen hat mich beeindruckt!!


Weitere Bilder aus dem Netz....
Der ist echt!!!!!!



Hahaha - die drei Spatzen.....
:-)))))))))))



Den Namen dieses Tieres habe ich leider vergessen...



Weiter zur nächsten bekannten Spezies in Australien:

...den faulen Kängurus...







Wir bekamen eine Tüte Kängurufutter und los ging das Kuscheln...
:-))))









Na, ob das gemütlich ist....












Allerdings möchte ich mit diesen Zehnägeln keinen Kontakt bekommen...





:-))))))))))